Eines der am längsten bestehenden kulturellen Brückenprojekte zwischen der Türkei und Deutschland, das Türkiye Almanya Film Festivali, hat seine über 34 Jahre gewachsene Erfahrung mit dem besonderen Buch „Uzak Yollardan Geldik / Von Weitem gekommen“ verewigt. Das zweisprachig veröffentlichte Werk stellt nicht nur die Geschichte des Festivals dar, sondern auch die kulturelle Interaktion zwischen den Filmkulturen beider Länder in einer vielschichtigen Darstellung.
28 AUTORINNEN UND AUTOREN
Eines der prägendsten Merkmale des Buches ist das 28-köpfige, vielstimmige Autorenteam. Zülfü Livaneli, Uğur Yücel, Ercan Kesal, Tevfik Başer, Nur Sürer, Osman Okkan und Ayhan Salar bewerten anhand persönlicher Zeugnisse, wie das Festival eine filmische und kulturelle Brücke zwischen beiden Ländern geschaffen hat.
BETONUNG DER KULTURELLEN DIPLOMATIE
Die ehemalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth, der Politiker Cem Özdemir sowie Dr. Ulrich Maly heben die Rolle des Festivals in der kulturellen Diplomatie hervor. Hülya Uçansu, Klaus Eder, Alexander Bohr, Dr. Ludwig Ammann und Dr. Ahmet Boyacıoğlu analysieren die vielschichtige Struktur des Festivals.
MEHR ALS EIN FILMFESTIVAL
Ayten Akyıldız, Marcus König, Prof. Dr. Julia Lehner und Dr. Bettina Berns befassen sich in ihren Beiträgen mit der Struktur des Festivals, das weit über eine reine Filmveranstaltung hinausgeht. Das Werk versteht das Festival nicht nur als Präsentationsplattform, sondern als Raum der Begegnung und des Dialogs.
UNVERGESSLICHE NAMEN AUS DEM ARCHIV
Das Buch besteht nicht nur aus Texten; das über Jahre gewachsene Gedächtnis des Festivals wird auch durch eine visuelle Auswahl präsentiert. Im Archiv finden sich Aufnahmen von Atıf Yılmaz, Ömer Kavur, Tuncel Kurtiz, Tarık Akan, Fatih Akın, Ferzan Özpetek und Şener Şen.
TÜRKISCHES UND DEUTSCHES KINO IN EINEM BILD
Im selben visuellen Kosmos begegnen sich Kenan İmirzalıoğlu, Cem Yılmaz, Kadir İnanır und Türkan Şoray sowie bedeutende Persönlichkeiten des deutschen Kinos wie Hanna Schygulla, Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff, Mario Adorf, Armin Mueller-Stahl, Senta Berger und Iris Berben.
EIN KRITISCHES NACHSCHLAGEWERK
Das anlässlich des 30. Jubiläums vorbereitete Werk stellt eine umfassende Gedächtnisarbeit dar, die das gemeinsame filmische Erbe beider Länder sichtbar macht. Es beleuchtet mit kritischem Blick die gemeinsamen wie auch unterschiedlichen Entwicklungen der Filmsprache zwischen der Türkei und Deutschland und kann über ein Archiv hinaus als Referenzwerk gelten.
WIE IST DAS BUCH ERHÄLTLICH?
Das Buch ist während der 30. Ausgabe des Türkei Deutschland Filmfestivals an der Festivalkasse erhältlich. Darüber hinaus kann es über die ISBN-Nummer (978-3-00-085893-2) in der Türkei und in Deutschland bestellt werden. Damit wird der 34-jährige filmische Dialog zwischen beiden Ländern als dauerhaft zugängliche Quelle gesichert.
Taner TÜZÜN – Mustafa AKBABA / NÜRNBERG








